Liebe Leserinnen und Leser,
Wenn in diesen Tagen in ganz Deutschland Menschen bei den Ostermärschen auf die Straße gehen, dann sollte uns allen klar sein, dass dieser Friedensappell, den es seit vielen Jahren gibt, 2026 aktueller und wichtiger denn je ist.
Zu schreiben, wir leben in unruhigen Zeiten, wäre fast schon eine Untertreibung. Der nun schon mehr als vier Jahre andauernde russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die bewaffnete Auseinandersetzung im Gaza-Streifen und seit einigen Wochen, der von den USA und Israel initiierte nur schwer zu kontrollierende Krieg im Iran, der den Nahen Osten zu einem Pulverfass macht. Dazu Konflikte, die weitgehend aus unserem Bewusstsein und den Medien verschwunden, aber noch immer nicht gelöst sind, wie im Jemen, im Sudan, in Myanmar oder in Venezuela.
Krieg hat leider inzwischen einen festen Platz in unserem Alltag und beeinflusst – nicht nur durch die steigenden Energiepreise – unser Leben, auch wenn die Krisenherde scheinbar weit entfernt liegen.
Eigentlich bräuchten wir in diesen Zeiten an der Spitze der Weltmächte Politiker, die mit ruhiger Hand, aber klaren Ansagen das Geschehen lenken. Doch wir haben Putin und Trump – zwei Despoten, denen nicht zu trauen ist und auf die man sich nicht verlassen kann.
Umso wichtiger ist es, dass wir in Europa einen Gegenpol setzen, dass wir nicht spalten, sondern gemeinsam agieren, mit einer Stimme sprechen und Verlässlichkeit bieten. Nur ein starkes Europa kann seinen Beitrag für eine Welt leisten, die hoffentlich irgendwann wieder eine friedlichere sein kann.
National haben uns die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gezeigt, dass wir den bereits angestoßenen Prozess der Erneuerung unserer SPD unbedingt beschleunigen müssen. Wir wollen in den kommenden Monaten - auch als Teil der Bundesregierung - klare Impulse setzen, die zeigen, dass wir die Partei sind, die für die Menschen vor Ort da ist und dafür sorgen, dass Entlastungen den Normalverdienenden - und damit der breiten Mitte unserer Gesellschaft - zugutekommen und nicht denen, die an der Spitze der Einkommensskala stehen. Wir wollen und werden uns diesen Herausforderungen stellen.
Mut macht mir dabei auch die Kommunalwahl in Bayern und speziell in unserer Region. Auch wenn es hier und da empfindliche und unerwartete Niederlagen gab, viele Ergebnisse zeigen, wie Sozialdemokratie vor Ort funktioniert, in dem man den Menschen zuhört und mit ihnen Politik macht. Hier, in den Kommunen, schlägt das Herz unserer Demokratie. Wir sollten ihm genau zuhören und mitmachen!
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen neu gewählten und bewährten Oberbürgermeistern, Landrät:innen, Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten sowie Bürgermeister:innen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes Osterfest und viel Spaß beim Stöbern in meinem Newsletter, in dem ich mit Ihnen einen Blick auf die vergangenen Wochen in Berlin und in der Region werfen möchte.
Ihre
Sabine Dittmar
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