Die erste Frau am Rednerpult im Parlament

13. September 2018

Sabine Dittmar ruft zur Bewerbung auf den Marie-Juchacz-Preis auf

100 Jahre Frauenwahlrecht sind für die SPD-Fraktion der Anlass 2019 den Marie-Juchacz-Preis zu verleihen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar ruft junge Menschen und zivilgesellschaftliche Organisationen aus dem Wahlkreis Bad Kissingen auf, sich für die Auszeichnung zu bewerben.

Marie Juchacz war eine Vorreiterin! Die Sozialdemokratin war nicht nur eine der Gründerinnen der Arbeiterwohlfahrt, sondern am 19. Februar 1919 die erste Frau, die in Deutschland nach der Einführung des Frauenwahlrechts im Parlament ans Renderpult trat. Fast 100 Jahre ist das her. Einige Wochen zuvor durften Frauen in Deutschland erstmals bei Wahlen ihre Stimme abgeben und auch ins Parlament gewählt werden.

„Ein Meilenstein, ohne den ich und andere heute vielleicht nicht im Bundestag dabei wären“, sagt Sabine Dittmar und ist überzeugt: „Die vergangenen 100 Jahre haben gezeigt: Perspektiven und Interessen von Frauen werden nur dann gleichwertig berücksichtigt, wenn Frauen in der Politik mitreden und mitentscheiden. Wir dürfen deshalb nicht nachlassen in unserem Einsatz für mehr Frauen in der Politik.“

Für viele Frauen sei Marie Juchacz dabei noch immer ein Vorbild. Und damit eine würdige Namensgeberin für den Marie-Juchacz-Preis, den die SPD-Bundestagsfraktion im kommenden Jahr erst- und einmalig vergeben wird. „Wir suchen kreative Ideen und Konzepte von jungen Menschen und zivilgesellschaftlichen Organisationen oder Projekten, die für Gleichstellung eintreten und sich für mehr Frauen in der Politik engagieren.

Dabei gibt es zwei Kategorien. Im so genannten Kreativ-Wettbewerb werden junge Menschen gesucht, die Marie Juchacz und ihre Rede auf originelle Weise in die Aktualität übertragen. „Was würde sie, wenn sie heute im Deutschen Bundestag ans Rednerpult treten würde, aus Frauensicht einfordern“, beschreibt Sabine Dittmar die Fragestellung.

Im Engagement-Wettbewerb werden innovative zivilgesellschaftliche Initiativen und Projekte prämiert, in denen Bürgerinnen und Bürger sich dafür engagieren, die politische Beteiligung von Frauen voranzubringen.

Bewerben können sich für den Kreativ-Wettbewerb junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren und für den Engagement-Wettbewerb Projekte und Initiativen. Die Ausschreibung sowie die Teilnahmeformulare sind auf der Homepage der SPD-Bundestagsfraktion unter www.spd.fraktion.de/mariejuchaczpreis abrufbar. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 4. Januar 2019.

„Die Gewinnerinnen und Gewinner laden wir zur Preisverleihung voraussichtlich im Februar 2019 in den Deutschen Bundestag ein“, kündigt Sabine Dittmar an. Den ausgezeichneten Projekten und Personen winken attraktive Geldpreise, die von den SPD-Bundestagsabgeordneten gestiftet werden.

online Teilnahmeformular

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Bild: Büro Dittmar

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