„Erinnern ist eine Aufgabe, die nie enden darf!“

Bad Brückenaus Bürgermeister Jan Marberg, die Schüler:innen William Greenberg Schüler und Christina Stretz sowie Dirk Hönerlage vom Arbeitskreis Stolpersteine (von links) gemeinsam mit Sabine Dittmar vor dem Gedenkbucheintrag von Ernst Putz.
Büro Dittmar / M. Giesecke

28. Januar 2026

Gäste aus Bad Brückenau bei der Gedenkstunde des Bundestags zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Zur Gedenkstunde des Bundestags anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus war auch eine Abordnung aus Bad Brückenau eingeladen. „Das Erinnern an die Gräueltaten des NS-Regimes ist eine andauernde Aufgabe, die nie enden darf!“ Sabine Dittmar machte klar, dass Veranstaltungen, wie die am Mittwoch im Bundestag, wichtig sind. In einer beeindruckenden, aber auch ein wenig bedrückenden Rede schilderte Tova Friedmann, die Auschwitz überlebt hat, ihre Kindheit im Konzentrationslager.

Während die SPD-Bundestagsabgeordnete im Plenum Platz genommen hatte, konnten auf der Tribüne vier Gäste aus Bad Brückenau den Auftritt der Zeitzeugin hautnah mitverfolgen. Bürgermeister Jan Marberg, Dirk Hönerlage vom Arbeitskreis Stolpersteine und die Schüler Christina Stretz und William Greenberg waren auf Einladung von Sabine Dittmar und Bodo Ramelow, Vizepräsident des Bundestags, nach Berlin gekommen.

Erstmals Kontakt hatten die Bad Brückenauer mit Bodo Ramelow bei dessen Besuch zur Verlegung von Stolpersteinen in der Stadt im vergangenen November. Damals wurde an Ernst Putz, einen in Bad Brückenau aufgewachsenen Reichstagsabgeordneten der KPD erinnert, der sich nach der Machtergreifung selbst das Leben nahm, um seine Familie zu schützen. Die Einladung war auch ein Dankeschön und Anerkennung für das Engagement, das Dirk Hönerlage zusammen mit dem Arbeitskreis Stolpersteine und seinen Schüler:innen seit vielen Jahren zeigt.

„Es ist wichtig, dass wir solche Geschichten erzählen und damit zeigen, welche Folgen der Nationalsozialismus für die Menschen hatte“, erklärt Sabine Dittmar. Auch am Mittwoch wurde noch einmal an Ernst Putz erinnert. Gemeinsam mit den Politikern besuchte die Abordnung aus Bad Brückenau die Gedenkstelle für die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik im Reichstagsgebäude, um dort kurz innezuhalten. Bodo Ramelow nutzte die Gelegenheit, um sich bei Dirk Hönerlage und seinen Mitstreitern noch einmal persönlich für deren Einsatz für die Demokratie und für die Aufarbeitung der NS-Zeit zu bedanken.

Bild: Bad Brückenaus Bürgermeister Jan Marberg, die Schüler:innen William Greenberg Schüler und Christina Stretz sowie Dirk Hönerlage vom Arbeitskreis Stolpersteine (von links) gemeinsam mit Sabine Dittmar vor dem Gedenkbucheintrag von Ernst Putz.

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